22. August 2025

Sarggeschichten – Lesung mit Sarah Benz

Sarggeschichten – warum selbstbestimmtes Abschiednehmen so wichtig ist.
Wir freuen uns, dass wir mit viel Unterstützung die Lesung mit der Autorin Sarah Benz

am 18. September 2025 um 18 Uhr

im Evangelischen Gemeindezentrum , Auf den Strickern 43,

anbieten können.

www.sarggeschichten.de

Der Patriot berichtete:

Geseke – „Ja, man kann“, antwortet Sarah Benz auf die Frage, ob man sich auf den Tod vorbereiten kann. Wie genau, erläutert sie innerhalb ihres Buches „Sarggeschichten“, das Benz am Donnerstag im Evangelischen Gemeindezentrum in Geseke vorgestellt hat. Rund 80 Menschen wollen wissen, was sich hinter dem ungewöhnlichen Titel verbirgt und sind der Einladung der ökumenischen Marktkirche gefolgt.

Schnell wird klar, dass es um ein Thema geht, welches alle Lebewesen betrifft, aber gern umgangen wird: den Tod. Umso wichtiger scheint das Bemühen der Berliner Bestatterin, Trauerbegleiterin und Musikerin, Licht ins Dunkel zu bringen. Deshalb hat Sarah Benz gemeinsam mit ihrer Kollegin Katrin Trommler eine Niederschrift verfasst, die aufklärt über Sterben, Tod und Trauer. Und über die Relevanz des „eigenbestimmten Abschiednehmens“. Denn wenn man selber nicht rechtzeitig handelt, tun es andere. Was nicht immer vorteilhaft sein muss.

Zudem ist es Benz und Trommler ein Anliegen, allen Altersgruppen den Schrecken vor dem Tod zu nehmen. Nicht umsonst sucht das Duo auf dem Buchcover den Kontakt zu einem knallroten Sarg. Die Signalfarbe weist auf etwas hin, das nicht zu ignorieren ist: Den eigenen Tod sowie das Ableben nahestehender wie geliebter Menschen. Die Uhr tickt. Trotzdem wissen wir wenig bis gar nichts über den Sachverhalt. Höchste Zeit für „Sarggeschichten“.

Die Publikation versteht sich zuvorderst als Ratgeber, der Handlungsanweisungen und Infos bereithält. Zudem helfen zahlreiche Abbildungen bei der Illustration des Themas. Konkret beantworten Benz und Trommler Fragen nach den Kosten einer Beisetzung, dem Umgang mit trauernden Personen, der Aufbahrung eines Verstorbenen und den verschiedenen Arten der Bestattung.

Um auch junge Menschen für die Problematik zu sensibilisieren, haben die Autorinnen bereits vor zehn Jahren einen YouTube-Kanal eingerichtet. Er trägt ebenfalls den Titel „Sarggeschichten“. Kurze Clips vermitteln unprätentiös und direkt, wie man Anteilnahme ausdrückt oder welche Dinge bei einem Todesfall zu regeln sind.

Übrigens muss man einen Abschied „nicht erleiden, sondern kann ihn frei gestalten“, sagt Sarah Benz und weist darauf hin, dass „Sargbeilagen, die eine Verbindung zu den Vorlieben des Verstorbenen herstellen, ausdrücklich erlaubt sind“. Es ist sogar möglich, „Särge selber zu bauen und zu gestalten“.

Wer eine Urnenbestattung vorzieht, muss nicht zwangsläufig aus dem Sortiment des Bestatters wählen, sondern kann ein (günstiges) Behältnis im Internet bestellen. Streng genommen muss es laut Benz nicht mal eine Urne sein, denn „eine Aschekapsel tut es auch“.

Wer neugierig geworden ist, hat demnächst die Möglichkeit, im Evangelischen Gemeindezentrum seinen eigenen Sarg beziehungsweise seine eigene Urne zu designen. Die entsprechenden Kurse beginnen im kommenden Frühjahr.

 

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